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Erinnerungen an einen Tag in der Realschulzeit,
wo ich meine Liebe traf

Bei einer unseren Verabredungen zur Vorbereitung des Klassentreffens schlug Sabine vor, eine Homepage „10aR“ zu etablieren. Jeder sollte aufgerufen werden einen Tag seines Schullebens zu beschreiben. Ich habe wirklich mein Hirn gemartert und kam immer wieder auf den im Folgenden beschriebenen Inhalt. Natürlich erinnert man sich an das eine oder andere, an Passagen im Klassenzimmer, an gemeinsame Aktivitäten wie z.B.: Blankenberge, aber auch Theaterbesuche, Grillnachmittage u. a. Wenn ich an die Schulzeit denke und mich erinnern soll, was für mich einschneidend und von höchster Nachhaltigkeit war, dann war dies, neben dem erworbenen Wissen natürlich, eine Begegnung auf unserem Schulhof. Es muss im Winter 1975/76 gewesen sein als ich meine Liebe traf ...

... der Tag begann wie jeder andere. Der Wecker rasselte um halb sieben. Ich schaltete ihn aus und aktivierte über die selbstgebaute, mechanische Fernbedienung das Radio. Bevor die Röhren des Radios Musiktakte dem Gerät entlocken konnten, war ich schon im Bad verschwunden.

Wie immer bereitete ich mir zum Frühstück einen warmen Kakao und ein Stück Marmeladebrot zu. Wie immer packte ich meine Schulsachen und Käsebrot für die Pause ein. Wie immer holten mich Jogi und Ralf ab, um zusammen zur Schule zu gehen.

Wir hatten noch ein wenig Zeit, um vor dem Unterricht ein Fußballspielchen mit einem Tennisball zu spielen. Immer den Blick in Richtung Ausgang „Lehrerzimmer“, denn das Fußballspielen war nicht gern gesehen. Besonders Frau Bauerochse hatte eine Leidenschaft für Tennisbälle entwickelt und auch immer eine Strafarbeit parat – falls wir erwischt wurden.

Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern, welche Fächer wir an diesen Tag hatten. Das besondere an diesem Tag war die Begegnung mit meiner späteren Ehefrau in einer Pause.

Ich stand mit ein paar Freunden im Pausenhof in der Nähe der Überdachung, als für einen Augeblick ich das erfasste, was mich noch lange beschäftigen sollte – eine Überraschung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Umwelt wurde unscharf und nebensächlich
– ich sah nur ein Gesicht.

Die Haare, die Augen die Nase der Mund
– ein Gedicht.

Eine hübsche Gestalt hielt mich im Bann.
Schauten wir uns zum ersten Mal an?

Oft gesehen, nie registriert.
Nun war es passiert.

Freundlich und lieblich sah das Wesen aus,
eine kleine süße Maus

Ich lachte sie an, sie lachte zurück,
wir schienen beide sehr entzückt.

 

 

 

Solche Gedanken und Wahrnehmungen gingen mir durch den Kopf, als ich mich zurück in die Runde wandte.

Die Pause war zu Ende und als wäre nichts passiert, ertönte der Gong und wir gingen zum gewohnten Trott über.

Immer wieder kamen die Erinnerungen an diesen Augenblick, doch es sollte ein Jahr dauern, bis wir uns durch Zufall auf einer Party wieder trafen und ich zur Tat schritt!

 

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Stand: 11.02.07